Infotag der WfbM des Erthal-Sozialwerks

Fachkräfte aus der Region informieren sich über Arbeitsmöglichkeiten und Rehabilitation

Gruppenbild am Stand des Erthal-Sozialwerks auf dem Inklusionstag bei Cummins in Marktheidenfeld (v.l.) Tim Rickert (Mitarbeiter WfbM Erthal-Sozialwerk), Christof Dürr (Mitarbeiter WfbM Erthal-Sozialwerk Sozialdienst) sowie Nadia Nuti (Leitung Sozialdienst WfbM Erthal-Sozialwerk).

Wie gelingt berufliche Teilhabe für Menschen mit psychischer Erkrankung oder Behinderung? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Informationstags der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) des Erthal-Sozialwerks. Zahlreiche Fachkräfte aus unterschiedlichen Einrichtungen und Institutionen der Region nutzten die Gelegenheit, sich umfassend über Arbeitsmöglichkeiten, Abläufe und Perspektiven zu informieren.

Zum Auftakt erhielten die Teilnehmenden einen Einblick in die vielfältigen Arbeitsbereiche des Erthal-Sozialwerks. Neben einer Vorstellung der Angebote wurde auch ein Film aus dem 40-jährigen Jubiläum gezeigt, der die Entwicklung und die Bedeutung der Einrichtung umriss. Im Anschluss wurden die Voraussetzungen und Rahmenbedingungen der beruflichen Rehabilitation erläutert und offene Fragen beantwortet.

Vertreten waren unter anderem Fachkräfte der Agentur für Arbeit sowie der psychiatrischen Versorgung des Universitätsklinikums Würzburg und des Bezirkskrankenhaus Lohr am Main. Außerdem nahm für INklusiv! Gemeinsam arbeiten der Mainfränkischen Werkstätten die Leiterin Marilena Krieger am Infotag des Erthal-Sozialwerks teil. Der fachliche Austausch wurde von allen Beteiligten als besonders wertvoll wahrgenommen.

Praxisnahe Einblicke an mehreren Standorten

Im weiteren Verlauf des Tages erhielten die Teilnehmenden direkte Einblicke in verschiedene Arbeitsbereiche. In Heidingsfeld wurden die Bereiche Elektro und Metall vorgestellt. Dabei konnten die Gäste sowohl computergesteuerte Maschinen in der Metallbearbeitung als auch Tätigkeiten in der Montage sowie die Kabelkonfektion und den Steuerungsbau im Elektrobereich kennenlernen.
Anschließend führte der Infotag in das Klinikcafé im Stadtteil Grombühl. Dort wurde nicht nur für das leibliche Wohl gesorgt – die Gäste erhielten auch praxisnahe Einblicke in die Arbeitsabläufe vor Ort. Mitarbeitende berichteten über ihre Tätigkeiten, die Organisation des Arbeitsalltags sowie die Zubereitung von täglich rund 30 Mahlzeiten.
Ein weiterer Programmpunkt war der Dokumentenservice im Auvera Haus. Die Teilnehmenden erfuhren, wie sich der Bereich von einer kleinen Einheit zu einem Standort mit rund 50 Mitarbeitenden entwickelt hat. Neben Digitalisierungsaufträgen für das Universitätsklinikum Würzburg werden hier auch Projekte für Kommunen und Archive umgesetzt. Besonders eindrucksvoll war die Besichtigung des umfangreichen Archivs.
Den Abschluss der Exkursion bildete der Fahrradservice in der Sanderstraße. Hier erhielten die Gäste einen umfassenden Einblick in den gesamten Arbeitsprozess – von der Auftragsannahme über die Reparatur bis hin zum Verkauf von Fahrrädern und Ersatzteilen.

Austausch auf Augenhöhe

Zum Abschluss kamen alle Teilnehmenden in der Erthalstraße noch einmal zusammen. Bei Kaffee und Kuchen bot sich Raum für persönlichen Austausch, Fragen und Feedback. Die Rückmeldungen fielen durchweg positiv aus.
Der Informationstag zeigte, wie vielfältig berufliche Teilhabe gestaltet werden kann und wie wichtig die Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Akteuren in der Region ist. Das Erthal-Sozialwerk leistet mit seiner WfbM einen wichtigen Beitrag, um Menschen individuelle Perspektiven auf dem Weg ins Arbeitsleben zu eröffnen.


Beitragsbild: Gruppenbild vor dem Standort des Erthal-Sozialwerks in der Erthalstraße in Würzburg mit Vertreter:innen der Agentur für Arbeit, INklusiv! Gemeinsam arbeiten der Mainfränkischen Werkstätten, sowie des Universitätsklinikums Würzburg und des Bezirkskrankenhaus Lohr am Main, Michael Jauch (Werkstattleiter Erthal-Sozialwerk) sowie Nadia Nuti (Leitung Sozialdienst WfbM Erthal-Sozialwerk) (Foto: Selma Hummel, Tatenwerk gGmbH).