Kunstprojekt „Schwein für Schwein“
Schülerinnen und Schüler der Dr.-Maria-Probst-Schule nehmen an bundesweitem Projekt teil

Schülerinnen und Schüler der Dr.-Maria-Probst-Schule haben sich an dem bundesweiten Kunstprojekt „Schwein für Schwein“ beteiligt.
2021 wurden bei einem Großbrand in einer Ferkelzuchtanlage in Alt-Tellin 50.000 Tiere getötet. Für jedes umgekommene Schwein soll ein Schwein in Ton modelliert werden. Ziel des Kunstprojekts ist es, Mitgefühl für die Tiere in der Tierindustrie zu empfinden, um so zu einem Umdenken in der Massentierhaltung beizutragen.
In der Dr. Maria-Probst-Schule wurden 53 Schweinchen aus Ton hergestellt. Während des Tonens kamen die Schülerinnen und Schüler zu diesem Thema gut in Kontakt. Sie tauschten sich über ihren Fleischkonsum aus und hinterfragten das tägliche Fleisch- und Wurstessen. Es wurden Informationen zur artgerechten Tierhaltung und zu Bezugsquellen von Biofleisch ausgetauscht. Hier wurde deutlich, dass von den meisten Teilnehmenden die lebensverachtende Massentierhaltung abgelehnt wurde. Das einzelne Schwein trat erstmals als Individuum aus der anonymen Masse heraus. Dies wurde sichtbar in der Einzigartigkeit der von den unterschiedlichen Händen geformten Schweinen. Hierbei wurde auch viel gelacht, weil wirklich ganz außergewöhnliche Kunstschweine entstanden. Die Teilnahme an diesem Projekt war selbstverständlich freiwillig und fand wahlweise auch außerhalb des Unterrichts statt.
Die Tonschweine werden so lange in aufeinanderfolgenden Ausstellungen präsentiert, bis die Zahl 50.000 erreicht ist. In Berlin vor dem Bundestag sollen sie aufgestellt werden und schlussendlich in einer Art Mausoleum in Alt-Tellin „beigesetzt“ werden. Eine Erinnerung an die Terrakottaarme des Qin Shihuangdi ist bewusst angestebt.
Beitragsbild: 53 handgeformte Tonschweine entstanden an der Dr. Maria-Probst-Schule im Rahmen des bundesweiten Kunstprojekts „Schwein für Schwein“ (Marion Rottmann, Robert-Kümmert-Akademie gGmbH).