Masche für Masche ein Zeichen von Wärme
Sailaufer Strickgruppe bringt Weihnachtsfreude ins St. Josefs-Stift

Seit über 15 Jahren ist die Sailaufer Strickgruppe ein fester Bestandteil der Vorweihnachtszeit im St. Josefs-Stift. Was einst als kleine Idee von Martha Zimlich im Kardinal-von-Galen-Haus in Hösbach begann, ist heute eine liebevolle Tradition geworden: Jedes Jahr entstehen in unzähligen ehrenamtlichen Stunden handgestrickte Socken, Schals und Stirnbänder – ergänzt durch etwas Schokolade als süßes Zeichen der Zuwendung.
Gemeinsam mit Margarete Ullrich und fünf bis sechs weiteren engagierten Frauen aus Sailauf wird Masche für Masche Wärme weitergegeben – nicht nur in Form von Wolle, sondern vor allem durch Nähe, Aufmerksamkeit und Verlässlichkeit.
Am 18. Dezember 2025 war es wieder so weit: Die Strickwaren wurden persönlich übergeben. Zehn Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung, die im Haus leben, durften sich ebenso über die Geschenke freuen wie weitere 36 Bewohnerinnen und Bewohner aus zwei Aschaffenburger Wohnheimen. Insgesamt wurden 75 bunte, handgefertigte Stücke verschenkt – jedes einzelne mit viel Geduld und Herzblut gefertigt.
Auch wenn nicht alle Bewohnerinnen und Bewohner ihre Freude in Worte fassen können, war die Dankbarkeit deutlich spürbar. Regionalleitung Marina Funk würdigte das langjährige Engagement der Gruppe und betonte, dass diese Aktion längst zur festen Weihnachtstradition geworden sei: Ohne die handgestrickten Geschenke würde in der Adventszeit etwas fehlen.
Ein herzliches Dankeschön gilt auch allen Unterstützerinnen und Unterstützern, die mit Geldspenden den Kauf der Schokolade möglich gemacht haben. Und obwohl das neue Jahr gerade erst begonnen hat, laufen die Vorbereitungen für den nächsten Winter bereits: Die Nadeln klappern schon wieder.
Wer die Aktion unterstützen möchte – sei es mit einem kleinen Beitrag für Wolle oder etwas Süßes – kann Spenden gerne beim Seniorennachmittag im Bürgerzentrum in Hösbach abgeben. Dieser findet immer am zweiten Dienstag im Monat um 14 Uhr bei Margarete Ullrich statt.