
Projekte
Überblick der laufenden und vergangenen Projekte der Robert-Kümmert-Akademie.
Projekte für Bildung, Teilhabe und Inklusion
Die Robert-Kümmert-Akademie engagiert sich in zahlreichen Projekten mit unterschiedlichen Schwerpunkten: von sozialer Teilhabe über Bildung und Inklusion bis hin zur europäischen Bildungsarbeit.
Einige Projekte sind heute feste Arbeitsbereiche der Akademie, andere wurden erfolgreich abgeschlossen und wirken in ihrer Idee weiter.

Herzenssache
Herzenssache ist die geschützte Partnervermittlung für Menschen mit Behinderung in Würzburg. Das Projekt unterstützt Menschen mit Behinderung dabei, Freundschaften oder Partnerschaften aufzubauen. Über die barrierearme digitale Plattform werden passende Kontakte vermittelt und soziale Begegnungen erleichtert. So bringt Herzenssache Menschen mit Behinderung in ganz Deutschland zusammen – für Freundschaft, Liebe und Sexualität.
So funktioniert die Partnervermittlung
Herzenssache setzt auf eine geschützte Vermittlung. Voraussetzung für die Aufnahme ist ein persönliches Gespräch mit dem Team, das ein Profil erstellt und passende Kontakte vermittelt. Die Partnervermittlung sorgt für sichere Rahmenbedingungen und begleitet die Teilnehmenden bei der persönlichen Entwicklung und Beziehungsgestaltung. So wird Missbrauch wirksam vorgebeugt.
Herzenssache Würzburg lädt regelmäßig zu Veranstaltungen, wie dem Café Herzenssache oder dem Tanz in den Mai, ein. Alle Informationen zur Partnervermittlung finden sich auf herzenssache.net – viele Inhalte auch in Leichter Sprache.
Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales
Die Herzenssache wird vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales regional sowie überregional gefördert. Die Förderung erfolgt im Rahmen der Offenen Behindertenarbeit und ermöglicht zusätzliche Angebote wie Beratung, Information, Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit. Ziel ist es, die Teilhabe von Menschen mit Behinderung nachhaltig zu stärken.


Erasmus+
Die Robert-Kümmert-Akademie engagiert sich in
europäischen Bildungsprojekten im Rahmen von Erasmus+,
das EU-Förderprogramm für Bildung.
Mehr zum Projekt Erasmus+
Wir ermöglichen internationale Praktika, Lernaufenthalte und den Austausch mit europäischen Partnern. So fördern wir internationalen Austausch, stärken die Heilerziehungspflege und verbessern die Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigung im Sinne der UN-BRK.
Die internationale Bildungsarbeit der Robert-Kümmert-Akademie wurde 2009 für ihr Projekt „Inventing Dishes European Art“ ausgezeichnet. 2019 erhielt die Dr. Maria-Probst-Schule Mobilitätscharta (zum Download) für die Qualität und Nachhaltigkeit ihrer internationalen Bildungsarbeit.
Fragen und Antworten zur Teilnahme am Erasmus+
Wer kann teilnehmen?
- Fachschüler:innen (Mittelkurse): ca. 4 Wochen Aufenthalt bei europäischen Projektpartnern der Behindertenhilfe oder Kinder- und Jugendhilfe
- Absolvent:innen & Fachschüler:innen anderer Fachschulen: 3–6 Monate Auslandsaufenthalt im ersten Jahr nach der Ausbildung
- Bildungspersonal (Lehrkräfte, Mentor:innen, Menschen mit Beeinträchtigung): ca. 1 Woche internationaler Aufenthalt. Fachschüler:innen der Unterkurse können dabei als Assistenz eingebunden werden.
So läuft die Teilnahme ab:
- Es gibt eine jährliche Ausschreibung des Erasmus+-Projekts
- Erfahrungsaustausch: Teilnehmende berichten auf einem „Marktplatz“ an der Dr. Maria-Probst-Schule
- Bewerbung über die Projektkoordination
- Auswahl nach Motivation, Sprachkenntnissen und Vorerfahrung
- Vorbereitung durch Unterricht, Seminartage und Vorbereitungstreffen
Dein Plus mit Erasmus+
Du sammelst Praxiserfahrung in europäischen Partnereinrichtungen, tauscht Dich zu beruflichen Kompetenzen aus und lernst unterschiedliche Arbeitsweisen kennen. Die Projekte sind an berufsspezifische Themen angebunden (z. B. Self Care in Social Care).
Alle Teilnehmenden erhalten ein Zertifikat; Schüler:innen zusätzlich den Europass zur Dokumentation ihrer Kompetenzen.
Was kostet die Teilnahme?
Reise- und Aufenthaltskosten werden in der Regel durch Zuschüsse und ein Stipendium finanziert.
Welche Partnerländer gibt es?
Die Kontakte zu den europäischen Partnern werden von uns vermittelt. Unsere europäischen Partner wechseln regelmäßig – dazu zählen z.B. Österreich, Italien, Bulgarien, Schweden, Lettland, Zypern, Slowenien, Tschechien, Ungarn und Rumänien.
Ansprechpartnerin für europäische Projekte
Sibylle Götz
Stellvertretende Schulleiterin
Tel: 0931 61583-43
E-Mail: sibylle.goetz@tatenwerk.social

European Care Certificate
Mit dem European Care Certificate (ECC) kannst Du während deiner Ausbildung als Heilerziehungspfleger:in oder Heilerziehungspflegehelfer:in an der Dr. Maria-Probst-Schule eine europaweit anerkannte Zusatzqualifikation erwerben.
Du brauchst dafür keine Vorkenntnisse. Die Prüfung ist mehrsprachig, online möglich und ab 16 Jahren.
Mehr zum ECC
Das ECC steht für europaweit vergleichbare Standards in Betreuung und Pflege. Es vermittelt Wissen und Werte und orientiert sich an den Grundsätzen der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK).
Erfolgreich abgeschlossene Projekte
In den vergangenen Jahren hat die Robert-Kümmert-Akademie zahlreiche Projekte erfolgreich umgesetzt. Sie stehen für fachliche Weiterentwicklung, Beteiligung auf Augenhöhe und nachhaltige Impulse in Bildung, Teilhabe und psychosozialer Arbeit.
Die Ergebnisse wirken dabei auch über die Projektlaufzeiten hinaus.
EX-IN Akademie
Projektlaufzeit: 01.09.2022 – 30.04.2025
Projektwebsite: www.ex-in-akademie.de
Kurzbeschreibung: Ziel des Projekts war es, Menschen mit eigener Erfahrung darin zu stärken, als Genesungsbegleiter:innen Hoffnung, Zuversicht und Mut zur Eigenverantwortung weiterzugeben und ihr Erfahrungswissen professionell in Einrichtungen und Diensten der psychiatrischen Versorgung einzubringen.
Ergebnis und Mehrwert: Das Projekt stärkt die professionelle Einbindung von Expert:innen aus Erfahrung, fördert Teilhabe und trägt zur Weiterentwicklung einer recovery-orientierten Versorgung bei.
Projektträger und Kooperationspartner: Die EX-IN Akademie ist ein gemeinsames Projekt der Robert-Kümmert-Akademie und des EX-IN Deutschland e.V. In enger Zusammenarbeit mit dem EX-IN Bayern e.V., dem Caritasverband für die Diözese Würzburg e.V. sowie der Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm entstand unter dem Dach der Akademie ein vielfältiges Weiterbildungsangebot für Genesungsbegleiter:innen, Angehörige und Fachkräfte.
Weitere Informationen erhalten Interessierte bei:
EX-IN Bayern · E-Mail: info@ex-in-by.de
EX-IN Deutschland · E-Mail: info@ex-in.de
HelpEx – Ex-Patentient:innen im Heilungsprozess
Projektlaufzeit: 01.09.2019 – 31.08.2022
Projektwebsite: www.help-ex.eu
Kurzbeschreibung: Das europäische Projekt HelpEx qualifiziert Ex-Patient:innen für die Peer-Beratung im Bereich psychische Gesundheit. In einer Partnerschaft von acht Organisationen aus sechs europäischen Ländern wurden Trainingsmaterialien entwickelt, erprobt und evaluiert.
Die Robert-Kümmert-Akademie war seit September 2019 Teil des Projekts.
Ergebnis und Mehrwert: HelpEx stärkt die Qualität psychosozialer Versorgung, indem Erfahrungswissen von Betroffenen systematisch in Beratungs- und Unterstützungsangebote eingebunden wird. Die entwickelten Materialien fördern Beratung auf Augenhöhe und recovery-orientierte Ansätze.
Ansprechpartnerin:
Isabel Kumaus
Tel.: 0931 61583-52
E-Mail: isabel.kumaus@tatenwerk.social
Trialog im Netz
Projektlaufzeit: 01.07.2018 – 30.06.2021
Folgeprojekt TriNetz+: 01.08.2021 – 31.03.2022
Projektwebsite: www.trinetz.de
Kurzbeschreibung: Trialog im Netz schafft digitale Räume für Austausch zwischen Menschen mit psychischen Krisenerfahrungen, Angehörigen und Fachkräften.
Ergebnis und Mehrwert: Das Projekt fördert gegenseitiges Verständnis, Wissenstransfer und gleichberechtigten Dialog – unabhängig von Ort und Mobilität.
Ansprechpartner:
Andreas Nägler
Tel.: 0931 61583-52
E-Mail: andreas.naegler@tatenwerk.social
Trialog in der Praxis
Projektlaufzeit: 2016 – 2019
Folgeprojektlaufzeit: 2019 – 2020
Kurzbeschreibung: Trialog in der Praxis bringt Menschen mit Erfahrung, Angehörige und Fachkräfte im direkten Austausch zusammen und stärkt dialogische Ansätze in der psychosozialen Arbeit.
Ergebnis und Mehrwert: Der Trialog wird nachhaltig in Praxisfelder eingebunden und trägt zu mehr Verständnis, Beteiligung und Qualität in der Versorgung bei.
Das Projekt wurde gefördert durch die Aktion Mensch.
Netzwerk Verständliche Sprache
Projektlaufzeit: 2016 – 2019
Projektwebsite: www.nvs-wuerzburg.de
Kurzbeschreibung: Im Projekt Netzwerk Verständliche Sprache wurden Informationen, Textbeispiele und Schulungsangebote rund um verständliche Sprache entwickelt. Ziel war es, Barrieren in der Kommunikation abzubauen und gesellschaftliche Teilhabe zu fördern.
Ergebnis und Mehrwert: Das Projekt sensibilisierte Lehrkräfte und Verwaltungsmitarbeitende für verständliche Sprache und qualifizierte sie in praxisnahen Textwerkstätten. Die Ergebnisse sind dauerhaft online verfügbar. Aufbauend darauf bietet die Robert-Kümmert-Akademie weiterhin Textwerkstätten an, um verständliche Sprache im Arbeitsalltag anzuwenden.
Das Projekt wurde gefördert durch die Aktion Mensch.
Ansprechpartnerin:
Michaela Bopp-Löhr
Tel.: 0931 61583-40
E-Mail: michaela.bopp-loehr@tatenwerk.social